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Der Kinderabend

Ist der Abend mal erreicht,
Kinderlachen Raunzen weicht,
dann ist's, wie alle Tag' soweit,
es ist höchste Schlafenszeit.
Die Kleinen werden flugs gebadet
und, dass nichts den Zähnchen schadet,

Der Paparazzi

Wenn Ehr' und Tugend di valossn,
befährst a du die Rettungsgossn.
Dei Zü is kloa - die erste Reih',
gonz vorn am Brennpunkt wüßt du sei'.
Das Handy hoitst a scho bereit
und hoffst auf paar zerfetzte Leut'.

Und Upload ins soziale Net,
mit an Grins'n, dick und fett.
Fühlst di groß, bist selbstverliebt,
wie sche, dass Not und Elend gibt.
G'freist di scho' auf Likes wie bled,
A Drecksau bist, und mehr scho' ned.

Kinderchen

Die Kleine in der Tupperlade,
hier wird ihr es niemals fade.
Becher, Schüsseln und auch Dosen, 
erfreut das Kind in Windelhosen.
Nach der Action kann man sagen, 
bei uns sind Bomben eingeschlagen.
Die Küche hat die Maus verwüstet
und grinsend sie sich damit brüstet. 

Der Große sitzt derweil ganz still,
weil er die Puzzel puzzeln will.
Hochkonzentriert sitzt er, der Fratz,
murmelt Lieder, Satz für Satz.
Voller Stolz, doch mit Bedacht,
zeigt das Werk, das er vollbracht.
Wie doch bloß die Zeit verrinnt...
Die Kinder wachsen so geschwind.

Der Morgen zu Dritt

Wenn Mutter in der Früh auspennt,
der Vater wirr in Kreisen rennt.
Die Kleine schreit, doch will nicht essen,
Der Große scheint derweilen besessen. 
Stets kommt Spielzeug hoch im Bogen,
Von allen Seiten angeflogen.
Die Kleine ist mit Brei verschmiert,
Der Große sich als Hulk probiert.
Der Morgen ist recht turbulent,
Der Papa heult, die Mama pennt.

Das Tier in dir


Du schleimst, so wie’s die Schnecke tut,
kopierest stets der Löwen Mut,
marschierst stolz wie ein Pfau herum,
stellst dich gerne eselsdumm.

Tonnengemüse


Sein Heim betrat der Herr Gemahl
und sah mit Schrecken auf einmal,
an rundem Gemüse wucherten Haare,
zum Verzehr nicht mehr das Wahre.
Drum hat er sich auf den Weg gemacht,
und die Frucht zum Frisör gebracht.
Aber auch für den war's keine Wonne -
so kam der Kürbis in die Tonne.


Das Warten



Ich sitze hier und schreibe, wodurch ich mir die Zeit vertreibe.
Auf jemanden zu Warten steigert Verdruss, Verspätungen sind kein Genuss.
Doch noch eins sei dir gesagt - zu früh kommen ist nicht immer gefragt. 



Das Grant Paradoxon


In manchen Zeiten selbst der Grant mich entspannt.
Auch er könnte ab und an länger verweilen,
beschert mir doch einen Tag, einen heilen,
da gehen sie mir alle aus dem Weg, die Leut' - 
was mich erfreut.

Zur WM


Wo ein Ball bewegt wird mit Tritten,
über eine Wiese, welche inmitten
vieler Stuhlreihen und Lichtern gelegen,
auf denen sich Massen von Menschen bewegen,
singen und grölen und manchmal auch toben,
aufgrund eines Fauls, eines groben.

Was Kurzes - Das Gemälde


Bei Regen ist es zu beklagen,
ein Gemälde durch die Welt zu tragen.
Doch kann’s das Haupt von Nässe trennen.
So könnte man‘s doch Bildschirm nennen.

 

Eine Politkarriere


Erst war er Handelsschulakteur,
doch endet dies in nem Malheur.
Heinz fummelte lieber in fremden Munde
Und interessierte sich für Kieferkunde.

Was Kurzes - Die Fischer


Die Angler hier auf dieser Welt,
beim Fischen großen Spaß empfinden.
Doch wenn ins Klo die Börse fällt,
wird die Fischersfreud‘ verschwinden.


(Grafik © Spreadshirt)

Was Kurzes - Der Manager


So sitz ich täglich zum Erfassen

Daten für den Infoscreen,

doch könnt‘ ich es auch bleiben lassen

s‘ schaut doch eh kein Mensch da hin.


Mein erster Versuch

Das Porsche-Ego

Der Irrsinn liegt auf der Straße Wie sehr viele Mitmenschen bin auch ich täglich mit dem Auto oder dem Motorrad im Straßenverkehr unterwe...